Das Trialogisches-Seminar in Neumünster wird vorbereitet und veranstaltet von einer trialogischen Gruppe (Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige, Professionelle), die sich zusammensetzt aus VertreterInnen der Psychiatrie-Erfahrenen und der Angehörigengruppe der Brücke Neumünster sowie MitarbeiterInnen der Brücke Neumünster gGmbH, der Brücke Schleswig-Holstein und der DRK-Tagesklinik.
Ziel dieses Seminars ist der Erfahrungsaustausch über psychische Erkrankungen und psychiatrische Einrichtungen.
Eingeladen sind Menschen, die psychische Erkrankungen erlebt haben, Angehörige, MitarbeiterInnen psychiatrischer Einrichtungen, StudentInnen, PraktikantInnen, interessierte MitbürgerInnen.
In den Veranstaltungen werden Themen bezogene Informationen vermittelt. Zugleich sollen durch den Erfahrungsaustausch möglichst viele Sichtweisen zusammengetragen werden.
Vielleicht entsteht auf diese Weise tieferes Verständnis zwischen den verschiedenen beteiligten Gruppen und Menschen. Dies kann auch ein Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und zur Verhinderung von Stigmatisierung sein
Frühjahr 2012 Trialog
Eine Seminarreihe, die gemeinsam von der Brücke Neumünster, der Brücke Schleswig-Holstein, der DRK-Tagesklinik und der vhs-Neumünster veranstaltet wird. Die Seminare werden trialogisch gestaltet, d.h. Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Professionelle bringen jeweils ihre Sichtweisen und Erfahrungen in die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung ein. Telefonische Information: 04321 / 47770 (Brücke Neumuenster) oder 04321 / 707690 (vhs)
30442V------------------ Sucht und Suche - problematischer Umgang mit dem Internet
Die "neuen" Abhängigkeiten wie Internet-und Handysucht stellen sowohl die Suchtprävention als auch den Jugendschutz vor eine neue Herausvorderung. Die Diagnose "Internet-Abhängigkeit" ist unter Wissenschaftlern umstritten.Man spricht auch von Internetsucht, Onlinesucht, pathologischem Internetgebrauch, was wohl die wissenschaftlich korrekteste Bezeichnung ist.Es geht um eine intensive Internetnutzung bei den Jugendlichen. Der größte Teil des Tageszeitbudgets wird zur Internetnutzung verausgabt (Wozu auch verhaltensverwandte Aktivitäten am PC zählen) und die Nutzungsdauer wird stetig erhöht. Es kann in der weiteren Entwicklung zu regelrechten Entzugserscheinungen kommen, der Druck bzw. das Verlangennach der Nutzung steigert sich. Bei zeitweiliger oder längerer Unterbrechung treten psychische Beeinträchtigungen wie Nervosität, Aggressivität oder Gereiztheit auf. Besonders im sozialen Bereich, in Schule und Arbeit treten negative Konsequenzen auf. Es kann zu einem völligen Kontrollverlust bezüglich des Beginns und der Beendigung der Internetnutzung kommen, was mit unterschiedlichsten, teils gar körperlichen Folgen verbunden ist Wir möchten an diesem Abend über den problematischen Umgang mit dem Internet informieren und mit Ihnen ins Gespräch kommen.
Mittwoch, 14. März 2012 19:00 - 21:15 Uhr Volkshochschule, gebührenfrei
30442V Wissen und mehr Geschäftsstelle: Gartenstr.32 - 24534 Neumünster Tel.:04321-70769-0 - Fax:04321 - 4199699 Internet: www.vhs-neumuenster.de - E-Mail:
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Frühjahr 2012 Trialog
Mobbing - Was kann ich dagegen tun?
Der Verein gegen psychosozialen Stress und Mobbing e.V. (VPSM) definiert Mobbing folgendermaßen:
"Mobbing ist eine konfliktbelastete kommunikation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenden, bei der die angegriffene Person unterlegen ist, von einer oder meheren anderen Personen oft systematisch und während längerer Zeit mit dem Ziel und/oder dem Effekt des Ausstoßes direkt oder indirekt angegriffen wird, und dies als Diskriminierung empfindet."
Diese Art der Diskriminierung gibt es heutzutage auch verbreitet an Schulen. Schüler und Schülerinnen werden systematisch ausgegrenzt, psychisch und physisch verletzt, "abgezogen", aus dem Klassenverbund ausgeschlossen. Die moderne Welt Welt von Computer und Internet spielt hierbei eine wichtige Rolle. Über Netzwerke werden Bilder und Videos von Schlägereien und Beleidigungen öffentlich gemacht und die Adressaten der Gewalt weiter denunziert. Wer hierbei zum Opfer und wer zum Täter wird, scheint willkürlich, die Folgen sind für die betroffenen Kinder und Jugendlichen oft unabsehbar, führen von Rückzug über psychosomatische Erkrankungen, psychische Störungen bis hin zu Suizidversuchen.
Wir möchten an diesem Abend über die Entstehungsmechanismen und über die Folgen für die Opfer informieren und ins Gespräch kommen. Wir wollen nach Lösungen für die Betroffenen suchen und Wege aus dem Teufelskreis des Mobbing aufzeigen.
30443V Wissen und mehr Geschäftsstelle: Gartenstr.32 - 24534 Neumünster Tel.:04321-70769-0 - Fax:04321 - 4199699 Internet: www.vhs-neumuenster.de - E-Mail:
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Brücken Bauen
Jahrestagung der deutschsprachigen Psychose Seminare und Trialoggruppen 25./26. Juni 2010 in München
Trialogische Arbeit und Psychose Seminare sind bundesweit noch zahlenmäßig wenig vertreten. Es sind geschätzt um die 100 Psychose Seminare.
Es waren maximal 150 Betroffene, einige Profis, Angehörige und Experten in eigener Sache angereist. Der Hörsaal war annähernd halb voll. Erfahrungsaustausch und Trialogisches Mitmischen ließ ein Gefühl entstehen das von einer Aufbruchstimmung geprägt war. Betroffene dieser Erkrankung haben eine Lobby und werden jetzt wahrgenommen.
Die Themenpalette umfasste die Themenbereiche. Selbsthilfe und EX-IN Bewegung, Anti-Stigmaprojekte, Psychose Seminare-Psychoedukation, Außerstationäre Behandlungsformen, Trialogisches Mitmischen in Forschung und Praxis und vielem mehr.
Die Tagung nahm einen überraschenden Verlauf. Von einem Fachvortrag zu praktiziertem Trialog, nicht zuletzt durch Beiträge von Professionellen aus Hamburg und Potsdam.
Beim Vorstellen des Münchner und Nürnberger Psychose Seminars war dann der Erfahrungsaustausch mit allen anderen Seminaren gefragt.
Hier ging Sigismund (Oheim) ans Mikrofon. Berichtete von der Brücke-gGmbh in Neumünster und wie hier das Verständnis eines trialogischen Seminars umgesetzt wird.
Es ist nicht selbstverständlich das eine Vorbereitungsgruppe trialogisch besetzt ist und das zum größeren Teil mit Betroffenen.
Werben um Verständnis einer Psychose in den Gemeinden durch Wanderseminare und Moderation durch Psychiatrie Erfahrene ist es auch nicht.
Wanderseminare bedeutet auch den Versuch der Beteiligten in Stadtteilbüros, Kirchengemeinden, Schulen, Krankenhäuser und evtl. Rathaus voneinander für ein Verständnis offen zu sein.
Auch das Engagement von Betroffenen wird unterstützt so dass Projekte professionell begleitet werden und Begegnungsräume entstehen.
Dies wurde mit viel Aufmerksamkeit gehört. Anfangs wurde der Beitrag von einem Psychologen etwas belächelt, das änderte sich während des Vortrags in Zustimmung und eine eigene AG entstand bei der Sigismund moderierte. Diesem Thema schlossen sich dann auch viele Profis an.
Die Brücke gGmbH ist somit ein gutes Beispiel für Trialog und Psychose Seminar Arbeit und ist damit positiv aufgefallen und dort bekannt geworden. Es ist nicht verwunderlich wenn einige Seminare hier für ihre Praxis anleihen nehmen. Denn selbstbewusste Betroffene sind für ein Mitmischen in Theorie und Praxis nötig.
Alle Psychose Seminare sind mit einer Homepage vernetzt. So können bald auch einzelne Beiträge mit eingebracht werden. Es lohnt sich die Beiträge dann anzusehen.
Damit ist das Thema Brücken Bauen während dieser Tagung gut umgesetzt worden.
Sigismund Oheim
Matthias Behrendt
Trialogisches Seminar Neumünster
Informations- und Erfahrungsaustausch rund um seelische Krisen und Erkrankungen
Das Trialogische Seminar in Neumünster wird vorbereitet und veranstaltet von Menschen, die seelische Krisen und Erkrankungen erlebt haben, Angehörigen der Angehörigengruppe der Brücke Neumünster und Professionellen, d. h. MitarbeiterInnen der Brücke Neumünster, der Brücke Schleswig-Holstein und der DRK-Tagesklinik. Ziel dieses Seminars ist der gleichberechtigte Informations- und Erfahrungsaustausch rund um seelische Krisen und Erkrankungen. Durch diesen Erfahrungsaustausch sollen möglichst viele Sichtweisen zusammengetragen werden, und es soll ein tieferes Verständnis zwischen den verschiedenen beteiligten Gruppen und Menschen entstehen. Dies ist ein Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und Ausgrenzung und soll den Respekt für das Anderssein und die selbstverständliche, gleichberechtigte Teilhabe von BürgerInnen mit seelischer Erkrankung als Teil der Gesellschaft fördern (Inklusion). Eingeladen sind Menschen, die seelische Krisen und Erkrankungen erlebt haben, Angehörige, MitarbeiterInnen psychosozialer / psychiatrischer Einrichtungen, StudentInnen, PraktikantInnen und interessierte MitbürgerInnen.
Die Veranstaltungen finden jeden ersten Dienstag im Monat jeweils von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr in den Räumen des Ambulanten Dienstes der Brücke Neumünster, Großflecken 41 statt.
Themen und Termine des 2. Halbjahres 2011:
7. Februar 2012:
Gewalterfahrung bei psychischer Erkrankung - wo fängt Gewalt an, wo hört sie auf?
Sigismund Oheim erzählt als Betroffener von seinen Erlebnissen mit der Gewalt. Eine Angehörige ergänzt dies durch ihre Sichtweise. Frau Dr. Rohde vom Friedrich-Ebert- Krankenhaus und ein Vertreter der Polizei informieren über den Umgang mit Gewalt aus professioneller Sicht.
6. März 2012 17 Uhr Wanderseminar in die Kita Zwergenland, Vicelinstr. 21!!!
Migration,Isolation,Depression - wann macht Einsamkeit krank?
Eine Betroffene und eine Angehörige mit Migrationshintergrund berichten über Ihre Erfahrungen zu diesem Thema. Frau Sükran Erdag, Ärztin im Zentrum für Integrative Psychiatrie in Kiel, gibt Auskunft über die besonderen Schwierigkeiten von MigrantInnen.
3. April 2012:
Eigensinn - wie viel Eigensinn ist gesund? (Recovery)
Sigrid Wilke und Matthias Behrendterläutern als Betroffene, welche Bedeutung Eigensinn für sie hat. Eine Angehörige befasst sich mit dem Für und Wieder. Fritz Bremer, pädagogischer Leiter der Brücke Neumünster, stellt seine Aspekte dazu dar.
8. Mai 2012:
Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADS)
Eine Betroffene und eine Angehörige berichten aus ihrer jeweiligen Erfahrung mit dieser Problematik. Jean Hermanns, Psychologe im Psychiatrischen Zentrum in Rickling informiert über die psychologischen und medizinischen Hintergründe.
5.Juni 2012:
Welche Barrieren gibt es für psychisch erkrankte Menschen? ( UN-Behindertenkonvention)
Bärbel Bremer schildert, welche Barrieren ihr im Alltag begegnen. Eine Angehörige teilt ihre Wahrnehmung dazu mit. Tina Süphke von der Brücke Schleswig-Holstein und Fritz Bremer von der Brücke Neumünster berichten aus der beruflichen Perspektive.
Sie sind herzlich eingeladen, die Veranstaltungen zu besuchen! Mit freundlichen Grüßen von der Vorbereitungsgruppe